im Herbst spazieren in Wagrain-Kleinarl
Unterkünfte
finden & buchen
  Detailsuche

Die Welt nach Corona in Wagrain-Kleinarl

Ein Blick in die Zukunft

September 2020, Wagrain-Kleinarl: Die Sonne strahlt vom Himmel und die Bauern bringen zum dritten Mal das Futter ein. Der Duft der frisch gemähten Wiese steigt uns in die Nase. Riecht ihr ihn? Gibt es was Besseres? Wohl kaum. Es ist September 2020 in Wagrain-Kleinarl. Die Sonne strahlt vom Himmel und die Landwirte nutzen das Wetter für die Ernte…

Der Bericht „Die Welt nach Corona“ vom Zukunftsforscher Matthias Horx bringt uns zum Nachdenken und lässt Ideen sprudeln. Gemeinsam mit euch möchten wir heute in die Zukunft – in eine Welt nach Corona – blicken.

Das ist eine Sicht der Autorin (Barbara Pirchner) im Ende März 2020. Wir sind keine Zukunftsforscher, sondern freuen uns einfach auf eine Welt nach Corona.

Bereit für die Zukunft

Wir, die Mitarbeiter von Wagrain-Kleinarl Tourismus sind wieder in den Büros in Wagrain und Kleinarl anzutreffen – mit Dirndl und Lederhose selbstverständlich. Die in den letzten Monaten so lieb gewonnene Jogginghose, hat sich ihre Pause verdient. In der Corona-Zeit waren unsere Büros geschlossen, nur der Postpartner in Kleinarl hatte an den Wochentagen vormittags geöffnet. Im Home-Office arbeiteten wir an zahlreichen Projekten und konnten endlich offene Baustellen abschließen. Viele Arbeiten bleiben nämlich wegen des täglichen Betriebes auf der Strecke. Durch die Erfahrungen während der Corona-Krise hat sich unser Büroalltag verändert: Wir arbeiten nun abwechselnd von zuhause aus. Wir können uns dort ganz anders auf unsere Aufgaben stürzen.

Die PIA, der digitale Urlaubsbegleiter, wird jetzt auch von den größten Gegnern an die Gäste verschickt. Sämtliche Plattformen sind frisch gepflegt. Das Eventprogramm ist bis Ende März 2021 fixiert. Die digitale Wanderkarte ist auf Englisch vorhanden, das neue Portal für die Unterkünfte „TOSC5“ wurde vollständig eingebaut und installiert. Auch das neue Meldewesen läuft seit seiner Aktivierung super. Intern wurden die Ordner neu strukturiert und es wird intensiv an einer cloudbasierten Datenablage gearbeitet, somit können wir noch schneller und effektiver arbeiten.

PIA - der digitale Urlaubsbegeleiter in Wagrain-Kleinarl | © Wagrain-Kleinarl© Wagrain-Kleinarl
Das wirklich Wichtige

Wirtschaftlich hat uns die Zeit rund um Corona in Wagrain-Kleinarl natürlich enorm geschadet. Die Region lebt vom Tourismus und die Umsätze sind quasi über Nacht weggebrochen. Gemeinsam konnten wir die Krise überstehen, aber die Auswirkungen werden wir sogar die nächsten Jahre spüren. Die Unternehmer hatten Zeit zu reflektieren und sie beteiligen sich an Spaziergängen. Für alle hier in Wagrain-Kleinarl haben sich die Werte verschoben. Zeit für die Familie steht wieder ganz oben, ebenso der Zusammenhalt und gemeinsam etwas zu erreichen. Geld wird auch weiterhin unverzichtbar bleiben, die Corona-Zeit lehrte uns aber, dass es definitiv Wichtigeres gibt: Der Duft einer frisch gemähten Wiese, ein langer Spaziergang mit der Familie, das Rauschen des Baches, das Zwitschern der Vögel, der Geschmack eines selbst gebackenen Brotes.

Aus den Nachrichten erfahren wir, dass es ab nächsten Monat eine Impfung gegen das Corona-Virus geben wird. Jetzt atmen alle auf. Corona sollte ab sofort ähnlich wie die Influenza verlaufen. Regelmäßiges Händewaschen behalten wir aber bei.

Selbstgebackenes Brot in Wagrain-Kleinarl | © Eduardo Gellner© Eduardo Gellner
Wir entdecken Gastfreundschaft neu

Die Bauernherbst-Liebhaber sind zurück in Wagrain-Kleinarl. Sie hatten einfach Sehnsucht nach den Bergen, den glitzernden Gebirgsseen und der Aussicht. Ganz überrascht sind sie von den vielen Spaziergängern in Wagrain-Kleinarl und von den netten Pläuschchen, die die Leute untereinander halten aber auch zwischen den Einheimischen und den Gästen. Jeder konnte sich in der Corona-Zeit wieder besinnen und so sind die Gespräche ganz anderer Natur.

Voller Freude erwarten wir den Winter. Wir lieben es Gastgeber zu sein und unseren Gästen in Wagrain-Kleinarl die schönste Zeit im Jahr zu bereiten. Das kombinieren wir halt mit vielen Vitaminen, ausreichend frischer Luft und Zeit für uns. Denn nur, wenn wir mit uns im Einklang sind, sind wir es auch mit unseren Gästen aus aller Welt.

Frisch duftende Handtücher | © Pixabay© Pixabay
Heute ist Probe!

Und der Guglhupf kommt mit

Social Distancing ist vorbei. Durch lange (Video-)Telefonate, Skypekonferenzen sowie aufmunternde Whats App Nachrichten hat sich gezeigt, welche Freundschaften und Beziehungen auch in herausfordernden Zeiten Freude und Kraft bringen. Die „falschen“ Freunde haben wir aussortiert – dafür steht weder die genutzte Zeit noch die Energie. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit Leuten, die wir gern haben, wieder Zeit verbringen dürfen. Das Vereinsleben boomt, jeder möchte eine gschmackige Jause oder einen duftenden Gugelhupf zur nächsten Probe mitnehmen. Alle sind schon auf die nächsten Treffen und Ausrückungen gespannt - der feierliche Erntedank in Wagrain und Kleinarl steht vor der Tür. Die traditionellen Veranstaltungen, Proben und Treffen, die aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden konnten, wurden von vielen Einwohner schmerzlich vermisst. Umso mehr werden die Uniformen, Trachten und Beziehungen jetzt gepflegt und gehegt.

Klarinettenspiler der Trachtenmuskkapelle Kleinarl bei einer Ausrückung | © SalzburgerLand Tourismus© SalzburgerLand Tourismus
Süße Marmelade als Belohnung

Die Bauern haben schon den ersten und den zweiten Schnitt eingefahren. Zwar war der erste Schnitt nicht ganz einfach zu bewältigen, da zahlreiche Bauern im Bett lagen, Fieber und Husten hatten und aufgrund der häuslichen Quarantäne nicht aufs Feld konnten. Zusammenhalt in den kleinen Gemeinden ist nun gefragt. Aber die Nachbarbauern mähen und heuen gemeinsam und bringen auch das Heu von den erkrankten Kollegen ein. Dafür bekommen sie jetzt im Herbst Geschenke von den wieder gesunden Bauern: Die Apfel-, Zwetschken- und Birnenbäume tragen Früchte, als gebe es kein Morgen. Die Bäuerinnen kochen leckere Marmelade ein und schenken sie den Helfern in der Not. Dazu backen sie herrlich duftendes Bauernbrot aus ihrem Sauerteig, den sie in der Corona-Zeit angesetzt und gefüttert hatten. Der Sauerteig musste vorher etwas warten, obwohl er einfach zu pflegen ist. Mit zwei Minuten Streicheleinheiten pro Tag in ihrer ersten Woche ist die neue „Teigmutter“ auch schon glücklich…

Keine Sorge. Das ganze Obst wird selbstverständlich nicht nur zu Marmelade verarbeitet. Auch auf den Schnaps wollen die Bauern nicht vergessen und die reichliche Obsternte wird den Landwirten volle Maischefässer im Keller bescheren. Im Winter werden sie die Maische brennen. Der Schnaps kann bei kleineren Symptomen durchaus als Medizin verwendet werden 😊

Süße selbstgemachte Marmelade in Wagrain-Kleinarl | © Wagrain-Kleinarl Tourismus© Wagrain-Kleinarl Tourismus
Burger und Döner adé

Man merkt es ganz deutlich: Generell achten die Einwohner vermehrt auf ihre Ernährung. Regionale und Bio-Produkte erleben ein Revival. Lebensmittel von Bio aus dem Tal stehen hoch im Kurs. Die Bauern kommen mit dem Produzieren fast nicht hinterher. Mmmh. Selbstgemachte Butter auf dem oben erwähnten Sauerteigbrot. Da fehlt nur noch was Grünes. Denn Vitamine und eine ausgewogene Ernährung sind für die Wagrainer und Kleinarler wichtiger geworden. Zeit zum gemeinsamen Kochen und zum gemeinsamen Essen ebenso. Dem Schnellimbissladen und der Döner-Bude wurde schon lang kein Besuch mehr abgestattet. Denn alle freuen sich schon auf richtig gutes Essen zuhause mit der Familie. Wie konnten wir früher nur im Stehen, beim Autofahren, vor dem Fernseher Essen in uns hineinschlingen? Den Mahlzeiten wird nun von allen Generationen Beachtung geschenkt. Auch die Gemüsegärten geben uns reichlich Gaben. Da ist es ein Leichtes sich in der Natur zu bedienen und die Vitamine auf den Tellern zu genießen.

Bio Käse und Butter von Bio aus dem Tal | © Bio aus dem Tal© Bio aus dem Tal
Grünes beim Spazieren

Neue Gewohnheiten wie, die tägliche Yoga-Einheit und den liebgewonnenen Spaziergang geben die Menschen hier nicht auf. Die Rückenbeschwerden der Leute sind weniger geworden, die Energie fließt durch den, sonst vom vielen Sitzen sehr belasteten, Körper. Beim Spazieren sammeln die Leute Vitamine für ihre Salatschüssel oder den morgendlichen grünen Smoothie: Brennnessel, Löwenzahn oder Giersch kommen seit der Corona-Zeit in jeden Haushalt und steigern damit den Vitaminhaushalt.

Kräutergarten beim Pflegerschlössl in Wagrain | © Wagrain-Kleinarl Tourismus© Wagrain-Kleinarl Tourismus
Das Christkind bringt Babys

Tja. Bei vielen Wagrainerinnen und Kleinarlerinnen sehen wir ein kleines Baby-Bäuchlein. Herzlichen Glückwunsch! Die Ausgangsbeschränkungen, während Corona wütete, haben sich durchaus positiv ausgewirkt. Zu Weihnachten gibt es eine richtige Bescherung 😊. Für Einige brachte die Corona-Krise, in Sachen Liebe, eine andere Veränderung. Manche Beziehungen konnten unter dem finanziellen Druck und dem stark veränderten Alltag der ganzen Familie nicht standhalten. Aber unsere neuen Singles sind letztendlich froh. Nachdem sie ihre Gedanken neu sortiert hatten, sind zum Schluss gekommen, dass diese Beziehung es nicht wert war. Denn wer uns in der Krise nicht mag, hat uns im Luxus nicht verdient und beim Spazieren treffen wir neue Leute – manche davon mit Kinderwagen

Vater holt mit Sohn einen Christbaum in Wagrain-Kleinarl | © Wagrain-Kleinarl Tourismus© Wagrain-Kleinarl Tourismus

Aktuelles aus unserem Magazin

Memory aus Wagrain-Kleinarl | © Wagrain-Kleinarl Tourismus
Spiele aus Wagrain-Kleinarl

Spaß im Corona-Alltag

Der Bach plätschert durch Wagrain-Kleinarl | © Wagrain-Kleinarl Tourismus
Zeit für die wichtigen Dinge...

Kleine Sachen werden wieder ganz groß

im Herbst spazieren in Wagrain-Kleinarl
Regnose - Ein Blick in die Zukunft

Die Welt nach Corona in Wagrain-Kleinarl

Annemarie Moser-Pröll, Hanni Wenzel und Marie Therese Nadig bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid | © Cafe Olympia
Olympia-Special Teil 2

Blick hinter die Kulissen: Olympische Winterspiele Lake Placid 1980