Bikepark Wagrain: Die ideale Technik

Wertvolle Tipps vom Bike-Guide

Anspruchsvolle Steilkurven, attraktive Jumps und unruhige Wurzelpassagen: Um auf den neun Trails im Bikepark Wagrain die bestmögliche Performance abzuliefern, ist die richtige Technik am Bike essentiell.

Wir haben an der Seite von Guide Jurien Kempe erste Versuche im Bikepark unternommen und dabei von ihm wertvolle Techniktipps erhalten.

Die Ausgangsposition

"getting started"

„Wo man hinschaut, fährt man hin – deswegen: Blick in jeder Situation so weit wie möglich nach vorne“

Wichtig ist, dass die Ausgangsposition zentral über dem Rad gewählt wird und sich die Fußballen direkt über den Pedalachsen befinden, um den idealen Halt auf den Pedalen sicherzustellen. Ein bis maximal zwei Finger sollten zu jeder Zeit auf der Bremse sein. Die Arme sind leicht gebeugt, die Knie in einer eher gestreckten Position. 

„Generell gilt: Man steht zu jeder Zeit aktiv auf dem Rad, der Sattel ist nur ‚nice to have’. Der Blick sollte in jeder Situation so weit wie möglich nach vorne gerichtet sein, damit man für kommende Hindernisse und Kurven stets ready ist“, erläutert Juri.

Kurventechnik

Blickrichtung, Tempo & mehr

Grundsätzlich gilt: Das Tempo sollte im Idealfall bereits vor der Kurve angepasst werden, um in der Kurve nicht bremsen zu müssen und somit eine höhere Traktion zu gewährleisten. Spätestens nach der Einfahrt in die Kurve sollte die Bremse gelöst werden. 

„Bei der Drücktechnik drücken wir mit der inneren Hand das Rad in Richtung Kurve, das innere Bein ist angewinkelt und zeigt Richtung Rahmen. Die Hüfte bewegen wir nach außen, dadurch wird das äußere Bein gestreckt – dies führt zu einem sicheren Stand und maximaler Kontrolle“, schildert der Guide.

Während offene Kurven auch langsamer angefahren werden können, ist speziell bei Steilkurven ein gewisses Mindesttempo erforderlich, um die Kurve hoch oben, wo die meiste Traktion herrscht, durchziehen zu können. Dabei kann der Schwerpunkt auch nach vorne verlagert werden, um die Kontrolle und die Manövrierfähigkeit über das Vorderrad zu steigern. 

In Kurven ist die Blickrichtung besonders entscheidend: diese sollte immer in Richtung des Kurvenausgangs und dem weiteren Streckenverlauf gerichtet sein, damit man stets für die folgenden Herausforderungen ready ist. 

Sprungtechnik

für eine sichere „Air time“

Ideale Trails für Einsteiger

Dank dem breiten, fehlerverzeihenden Gelände ist vor allem der 1,8 Kilometer lange ON AIR ideal für Einsteiger geeignet. Zudem kommt der Trail beinahe ohne Steine und Wurzeln aus, alle Obstacles sind umfahrbahr.
Das ideale Kurventrainingsgelände für Rookies ist der ein Kilometer lange Trail LILLY’S TREAT.